Kuba Oldtimer gehören zum Strassenbild

Kuba Oldtimer

Oldtimer – Kubas fahrendes Museum

Was wäre Kuba ohne seine Oldtimer? Es gibt keine genauen Zahlen, doch dürften zwischen 40‘000 und 60‘000 US Oldtimer noch heute auf Kuba rumfahren. Ob Buick, Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Ford, Oldsmobile, Plymouth oder Studebaker, welche auf Kuba ihren Dienst verrichten. Zur Geschichte: während des Batista-Regimes wurden für die vielen Amerikaner, welche damals in Saus und Braus lebten, diese heute museumsreifen Autos eingeführt, es herrschte Kapitalismus pur! Seit dem Ende der Kubanischen Revolution 1959 ist Kuba ein sozialistischer Wirtschafts-Staat, aufgebaut unter Fidel Castro.

Das Handelsembargo gegen Kuba hatte drastische Folgen, so konnten keine Ersatzteile mehr eingeführt werden. Als Folge wurden Motoren der Marken Lada, Wolga und Taza eingebaut, kaum ein Oldtimer ist also in seinem Originalzustand. Nach der Auflösung des Ostblocks wurde auch Ersatzeile dieser Marken rar, so müssen heute die noch verbliebenen Autos unter grossem Aufwand fahrbar gemacht werden. Auch die Benzinpreise sind mittlerweile hoch und da die Oldtimer ja als Spritfresser bekannt sind, ist es für die Kubaner sehr kostspielig geworden. Die meisten Oldtimer sind in einem erbärmlichen Zustand, aber es gib auch sehr schön unterhaltene und gepflegte Autos, welche gerne von Touristen gebucht werden.

altes Auto auf KubaKuba OldtimerKuba OldtimerOldtimer auf KubaKuba Oldtimer gibt es vieleOldtimer gehören einfach zu KubaIn Kuba gehören die Oldtimer zum StrassenbildOldtimer sind aus Kubas-Strassen nicht wegzudenken

Auf Kuba gibt es verschiedenfarbige Nummernschilder, um den Überblick im Schilderdschungel zu bekommen nachfolgend eine Zusammenstellung:
  • Schwarz: für Diplomaten
  • Weiss: für Minister
  • Gelb: für Privatleute
  • Blau: für Taxis und Staatsbedienstete
  • Grün: für Verteidigungsministerium
  • Rot: für Touristen
  • Orange: für ausländische Unternehmer, welche in Jointventure investieren dürfen.
Es ist war bis jetzt nur den Einheimischen vorbehalten, Oldtimer zu fahren, mittlerweile können auch Ausländer Oldtimer kaufen, doch der Export ist nach wie vor verboten. Kuba ohne Oldtimer - kaum vorstellbar! Wenn Touristen mit Mietwagen unterwegs sind, ist es verboten, Einheimische mitzunehmen, ebenso ist es den Einheimischen nicht erlaubt, in Mietwagen der Touristen mitzufahren. In Kuba ist es per Gesetzt vorgeschrieben, dass Privatleute sowie Taxis Fahrgäste mitnehmen müssen, sofern sie im Auto Platz haben. Viele Kubaner suchen auf Autobahnen nach einer Mitfahrgelegenheit, meist stehen sie unter Brücken oder an anderen schattigen Stellen, sobald ein Privatfahrzeug kommt, schwenken sie Pesos cubanos in den Händen, um so dem Fahrer zu zeigen, dass sie auch dafür bezahlen können. An Bushaltestellen sieht man oft in Gelb gekleidete Beamte, die Fahrzeuge anhalten und so eine Mitfahrt zu ermöglichen. Wenn Private ohne anzuhalten weiterfahren, werden ihre Nummern notiert und diese Lenker werden mit Bussen bestraft.

So will die Regierung den vielen Arbeitern ermöglichen, möglichst rechtzeitig von A nach B zu kommen, oftmals ist es die einzige Möglichkeit, um überhaupt ans Ziel zu kommen..

Der Tourist kann ein Taxi für sich allein mieten, die Kosten sind dann höher, wenn er dies nicht ausdrücklich verlangt, kann es gut sein, dass bis am Schluss der Reise noch 3-4 Fahrgäste samt Gepäck unterwegs eingeladen werden, so kostet es dann um einiges weniger, dafür sitzt man eingepfercht wie in einer Sardinendose. Ein Tipp für Oldtimer-Freaks: in Santa Clara (nahe beim Che Memorial) gibt es einen Taxistand, wo ausnahmslos nur Oldtimer zugelassen sind, ein absolutes Mekka für Liebhaber von Oldtimers, denn nirgends sonst wo in der Stadt sieht man so viele Oldtimer auf so kleinem Raum!