Kuba Sicherheit

kubareisen,Kuba Sicherheit und Kriminalität

Sicherheit auf Kuba

Auch hier auf Kuba und anderswo gilt: "weg mit der rosaroten Sonnenbrille" wenn mit Brille dann eher mit der "Tatsachen-Brille"!
Es wird viel geschrieben, geredet und gefragt, nicht zuletzt, weil Kuba noch weniger bekannt ist als Feriendestination. Was wir hier schreiben ist unsere ganz persönliche Meinung und Erfahrung über Kuba.

Kuba ist eines der sichersten Länder dieser Erde

Für uns Reisende ist Kuba eines der sichersten Länder dieser Erde, denn der Besucher kann sich frei bewegen, da stellt sich schon bald einmal die Frage, welche Länder genauso sicher sind wie Kuba. Sicherheit wird gross geschrieben auf Kuba, denn der Tourismus ist inzwischen ein wichtiger Devisenbringer, welche Kuba dringend braucht!

Gründe dafür sind wohl zum einen, dass es noch kein Massentourismus auf Kuba gibt, zum andern sind die Kubaner freundlich und eher zurückhalten gegenüber den Touristen. Kuba hat Geschichte und Kultur, welche wohl die Kubaner geprägt haben und vor allem sind sie stolz, Kubaner zu sein, trotz ihren alltäglichen Schwierigkeiten. Ich selber habe noch nie ein Land bereist, in dem der Patriotismus einen so hohen Stellenwert hat wie auf Kuba. Bei jeder noch so kleinen Gelegenheit wird Patriotismus geradezu zelebriert!

Natürlich gibt es Kriminalität, nicht zuletzt können Arbeitslosigkeit, Alkohol und Drogen Gründe dafür sein. Eines ist sicher dass Gewalt gegen Touristen so gut wie nie vorkommt, kleinere Diebstähle passieren immer wieder mal, denn die Versuchung ist gross, in den Besitz der vielen verlockenden Dinge zu kommen, welche der Besucher mitbringt. Mord und schwere Verbrechen an Touristen sind so gut wie nie vorgekommen, Kuba ist da wohl, bis jetzt wenigstens eine eher löbliche Ausnahme. In den grösseren Städten auf  Kuba ist die Sicherheit relativ gross, denn hier sind viele Uniformierte unterwegs, welche schon allein wegen ihrer Präsenz für Ordnung sorgen.

Ich selber hatte in dieser Hinsicht schon eine Erfahrung gemacht, als ich alleine auf dem Prado in Havanna unterwegs war. Ein kubanisches Ehepaar hatte mich angesprochen und bald hatten wir eine lebhafte Diskussion am Laufen. Sie wollten natürlich wissen, woher ich denn sei und wie es mir in Kuba gefalle. Ein in der Nähe befindlicher Polizist kam dann schnell näher und hatte mich sehr freundlich gefragt, ob ich denn Probleme hätte mit den beiden. Ich verneinte erstaunt, er entschuldigte sich und ging weg.

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Die Ordungshüter auf Kuba - Polizisten in Havanna 

Wenn sich die Polizei einmischt mit dem Verdacht, dass Touristen Probleme haben, so werden die Einheimischen sehr schnell abgeführt und irgendwo auf einem Polizeiposten festgehalten. Was mich immer wieder erstaunt, dass ich bis jetzt nie angehalten, ebenso musste ich meinen Ausweis noch nie vorweisen. Trotzdem, die rosarote Sonnenbrille ist auch hier fehl am Platz, denn es gibt Dinge, die der Tourist beachten sollte. Wie überall auf der Welt sollte man seine persönlichen Sachen nie unbeaufsichtigt lassen, ein gesunder Menschenverstand ist hilfreich, manchmal ist ein wenig  Misstrauen und Vorsicht besser als blindes Vertrauen, denn Schlitzohren gibt es überall.

Auffallend ist, wie viele allein reisende Frauen unterwegs sind, dies zeigt, wie sicher Kuba auch für sie ist. Abschreckend könnte die Tatsache sein, wenn Kubaner bei einer kriminellen Tat erwischt werden, so müssen sie mit drakonischen Strafen rechnen. Was Probleme bereiten kann ist der Taxi-Transfer von Havanna zum Flughafen, dabei kommt es immer wieder vor, dass Passagiere ausgeraubt werden. Da bieten lizenzierte Taxis kaum Probleme, doch viele private Taxis sind unterwegs, also da ist Vorsicht geboten. Leider gibt es keine Alternativen zum Taxi, es fährt weder  Bus noch Zug zum Flughafen.
Speziell in Varadero wurde in den letzten Jahren hart gegen die sog. Jineteros (span. Reiter) durchgegriffen, also gegen Kubaner, die mal als Prostituierte, mal als Händler von Tabak und Rum oder einfach als Taschendiebe "gearbeitet" haben. Diese sind praktisch verschwunden, denn bis zu 20 Jahre!!! Gefängnis ist wohl auch diesen Kubanern eindeutig zuviel. Daher wird man meist in Havanna und in Trinidad von solchen "Händlern" angesprochen, ein ganz klares und bestimmtes NEIN und sie lassen einem meist sofort in Ruhe, denn die wissen genau, welche Konsequenzen es haben kann!
 

Kleinkriminalität

Ein paar Beispiele von möglicher Kleinkriminalität auf Kuba:
  • Geldwechsel: Betrug beim Geldwechseln kommt relativ häufig vor. Dies kommt Hauptsächlich in Hotels, Wechselstuben oder am Flughafen vor. Meist gibt es keinen Beleg, der Kassier zahlt zu wenig aus und wenn, dann gibt es meist sehr viele Münzen, die man dann unbedingt nachzählen sollte, einen Beleg kann verlangt werden. Eine andere Masche in den Hotels ist, dass sie dort unerlaubterweise eine x-beliebige Gebühr verlangen. Eine solche Gebühr mit Beleg gibt es nicht. Beim ausbezahlten Betrag muss unbedingt darauf geachtet werden, dass dem Tourist in CUC ausbezahlt wird und nicht etwa in Peso Cubanos, denn für diese kann man nur wenige Dinge einkaufen, der Kurs zum CUC ist etwa 1:25!
  • Am Flughafen wird beim Rücktausch nicht selten aus der Differenz zum festgelegten Wechselkurs einkassiert, für den Kassier ein kleiner Nebenverdienst.
  • In vielen auch guten Hotels werden aus den Koffern immer wieder Kleider gestohlen. Zum Trocknen aufgehängte Kleider nie über Nacht draussen lassen.
  • Waren in staatlichen Läden werden angeschrieben, meist aber so gut versteckt, dass man ihn nicht finden kann. Der Verkäufer gibt dann einen höheren Preis an, die Differenz wandert wohl in seine Tasche!
Mittlerweile sind auch Diebstähle in staatlich kontrollierten Casas particulares bekannt geworden, in diesen Fällen wurde den Gästen, während sie im Bett waren Geld und andere Wertsachen gestohlen. Steigende Touristenzahlen verleiten immer mehr Einheimisch dazu, einen Diebstahl zu begehen. Darum: immer Wertsachen nie herumliegen lassen, sondern immer irgendwo im Koffer verstauen und dies natürlich ohne im Beisein der Gastgeber, dies gilt auch in den Hotels und in den teuren Luxus-All-Inclusive-Anlagen.

Ganz sicher sollte man in diesen Anlagen nie Kleider und andere Dinge auf dem Balkon über Nacht draussen lassen, dies natürlich nur, wenn das Zimmer ebenerdig ist. Dies sind leider die Schattenseiten des Tourismus weltweit, doch manchmal macht Gelegnheit Diebe, denn leider gibt es immer wieder zu sorglose Touristen! Betroffen sind da nicht nur Städte sondern auch auf dem Land!  Wen wundert’s…..der durchschnittliche Monatslohn liegt um die 25 CUC!

Aufgepasst bei Zigarren-Kauf auf der Strasse! Die so angebotenen Zigarren, oftmals fein säuberlich in einem Kistchen verpackt sind billige Nachahmungen vor Allem das staatliche Siegel auf der Zigarren-Kiste fehlt oder ist schlecht nachgemacht, am Zoll werden diese rigoros beschlagnahmt! Am besten kauft man Kuba-Zigarren in staatlich kontrollierten Geschäften. Das Problem ist aber, dass die Zigarren oftmals total falsch gelagert werden, dadurch trocknen sie aus und sind kaum das Geld wert.
fa