Kuba Mojito,Daiquiri und Cuba Libre

Kuba Rum - Havanna Club

Die Grossen 3 - Cuba Libre, Mojito und Daiquiri

Cuba libre

Cuba Libre heisst übersetzt „freies Kuba“, gemeint ist aber ein alkoholhaltiger Longdrink auf Rum-Basis, welcher um 1900 auf Kuba erfunden wurde.

Die Geschichte des Cuba Libre

Der Name entstand nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieges, als die amerikanischen Soldaten eine Kombination aus Coca Cola, kubanischen Rum und Limettensaft „erfanden“, mit diesem Getränk stiessen die Amerikaner auf die Befreiung Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft an “Viva Cuba Libre, was so viel heisst wie „Es lebe das freie Kuba“, es klingt wie ein Hohn, denn danach erfolgte die Unterwerfung von Kuba durch die USA folgte, welche Kuba ganz nach ihren Interessen behandelten. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde der Cuba Libre auch in Europa bekannt, wo er sehr schnell zu einem wahren Gassenrenner wurde.

Nach der kubanischen Revolution emigrierten viel Kubaner nach Florida in den USA, wo bis heute die grösste Gemeinde in Miami lebt.

In Anspielung auf die Regierungsform von Fidel und Raul Castro weckte der Name wider eine gewisse Brisanz . Seit der kubanischen Revolution wird der Drink insbesondere von den Exilkubanern auch Mentrita (= kleine Lüge) genannt.

Was ist denn nun drin im Cuba Libre?

Wie bei fast allen Cocktails gibt es auch beim Cuba Libre viele verschiedene und anerkannte Varianten so z. Bsp. die Art des Rums, Limette oder Zitrone und Marke der Cola.

Da gehen die Meinungen weit auseinander, so sind einige der Meinung, dass nur ein kubanischer Rum verwendet werden darf, eine andere besagt, dass nur Limettensaft Verwendung finden darf. Eine ganz spezielle Variante ist der Cubata, welcher statt mit braunem denn mit weissem Rum gemixt werden darf.

Natürlich gibt es auch regionale Versionen des Longdrinks, so wird in Venezuela der Cuba Libre preparado serviert, zusätzlich mit einem Schuss Gin und einem Spritzer Angosturabitter.

So oder so - der Cuba Libre schmeckt in vielen Varianten und am besten in dem Land, wo er seinen Ursprung hat!

Mojito

Der Mojito ist ein Cocktail aus hellem Rum, vorzugsweise aus Kuba, Saft von Limetten, frischer Minze, Rohrzucker und Sodawasser. Dieser Drink gehört zu den bekanntesten, den. sog. Longdrinks.

Die Geschichte des Mojito

Dieses alkoholische Getränk stammt ursprünglich aus Kuba, über seine Entstehung seines Namens sind doch einige verschiedene Ansichten vertreten. Zum einen soll die Bezeichnung aus dem westafrikanischen Wort mojo abgeleitet sein, einem Stoffbeutel mit magischen Gewürzen und allerlei Zaubergegenständen, der Mojito würde demnach als „kleiner Zauber“ bedeuten. Das Wort könnte aber auch vom spanischen Mojar (nass machen) abgeleitet sein. Dies alles sind jedoch keine belegten Tatsachen, die Geschichte liegt da ganz im Dunklen.

Die Tradition des Mojito (Rum-Getränk) in der Karibik ist lang, so soll der britische Freibeuter Sir Francis Drake bereits im 16. Jahrhundert ein Getränk aus Zucker, den echten Limetten, frischer Minze und einem Aguardiente de Cana (einfacher Zuckerrohrschnaps) gegen seine Magenschmerzen konsumiert haben. Von den Spaniern wurde Drake sehr gefürchtet, dabei bekam er den Spitznamen „El Draque (=der Drache) und so wurde dann das Getränk, welches später mit Rum gemixt wurde in der ganzen Karibik bekannt. Der kubanische Autor Ramon de Palma schrieb 1838 in seiner Geschichte El Colera en Habana…“jeden Tag um punkt 11 Uhr nehme ich einen Draquecito ein,….und das tut mir sehr gut.

Die Mischung des Mojito wurde aber erst Anfang des 20. Jahrhundert bekannt. Demnach soll der Mojito erstmals 1910 vorerst in gedruckter Form erschienen sein, danach wurde er im La Concha in Havanna ausgeschenkt. Diese Meinung wurde vom Autor Bianchi Ross und dem kubanischen Historiker Miguel Bonera vertreten. Zu dieser Zeit waren eisgekühlte Drinks äusserst beliebt, das benötigte Eis wurde schon längst in grossen Mengen produziert.

Endgültig zur Legende wurde der Mojito durch den amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway, welcher er bei Angel Martinez in seiner Stammbar La Bodeguita del Medioin der Altstadt von Havanna. Einer seiner bekanntesten Sprüche hängt noch heute über der Theke: „ Mi Mojito en La Bodeguita , mi Daiquiri en El Floridita“.
  Kuba Mojito

Zubereitung des Mojito

Der Mojito besteht traditionell aus 5 Zutaten: ca. 5 cl weisser kubanischer Rum, ca. 2,5 dl Limettensaft, 6-8 frische Minze, 3 Kaffelöffel weisser Rohrzucker und Sodawasser.

Normalerweise wird der Mojito direkt in einem entsprechenden Glas zubereitet (Longdrink oder Highballs).

Wichtig ist die Reihenfolge: frische Minze, Zucker und frischer Limettensaft werden ins Glas gegeben und gut verrührt, denn so kann die Minze ihr Aroma besser entfalten, erst danach folgt der kubanische Rum. Vorzugsweise wird das Gemisch noch einige Minuten stehen gelassen, danach wird mit grob zerstossenem Eis und dem Sodawasser aufgefüllt, als Garnitur werden ein bis zwei Zweige mit der Hand leicht gequetscht und so ins Glas gesteckt. Serviert wird der Mojito mit einem Trinkhalm.

Ein wesentlicher Faktor ist die Wahl der richtigen Minze. In Kuba wird die Art Hierba Buena, besser bekannt unter dem Namen Mantha nemeros, bekannt auch als Hainminze, zottige Minze oder kurz Hemingway-Minze verwendet. Der Geschmack ist viel intensiver und krautiger als die Pfefferminze oder die grüne Minze, sie ist überaus erfrischend und weniger scharf im Aroma.

Wichtig zu wissen ist auch, dass der Limettensaft frisch verwendet wird und nicht im Glas ausgequetscht werden sollte, der Zucker sollte weiss sein. Streuzucker soll verantwortlich sein, dass die Minze dabei nicht zerhackt wird, aber das Aroma dadurch besser zur Geltung kommen soll.

Das Eis sollte eher grob sein als zu kleingehackt, denn da wird die Minze kleingehackt und es kann eine grüne Suppe entstehen.
 

Daiquiri

Der Daiquiri ist ein klassischer Cocktail, die Basis ist der weisse Rum. Der Shortdrink gehört zur grossen Gruppe der Sours, benannt wurde er nach der kubanischen Siedlung Daiquiri, die Siedlung liegt ca. 22km von Santiago de Cubaentfernt.

Die Geschichte zum Daiquiri

Immer wieder wurde geschrieben, dass der Daiquiri erst um 1900 von zwei amerikanischen Mineningenieuren in der Stadt Daquiri gemixt wurde. Dies scheint eher unwahrscheinlich, denn die Zutaten Rum, Limetten und Zucker waren zu dieser Zeit schon längst bekannt. So richtig bekannt wurde der Daiquiri durch die Bar El Floridita in der Hauptstadt Havanna. Der berühmte Barkeeper Constantino Ribalaigua Vert servierte den Drink nicht nur Ernest Hemingway sondern auch vielen Amerikanern, welche während der Prohibition***** in den USA (1919 – 1933) zum Trinken nach Kuba kamen.

Prohibition

Die Prohibition in den Vereinigten Staaten war das landesweite Verbot des Verkaufs, der Herstellung und des Transports von Alkohol durch den 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten von 1919 bis 1933.

Daiquiri on the rocks

Die Zubereitung  des Daiquiri

Der Drink ist von seiner typischen Struktur ein Sour, welcher aus weissem, bevorzugten Rum aus Kuba als Basis dient, dazu wird frisch gepresster Limettensaft und (Rohr)-Zuckersirup. Das typische Mischverhältnis der Zutaten ist 5:3:2. Die Rezeptur der internationalen Bartenders Association (IBA) schreibt 4,5 cl Rum, 1,5 cl Limettensaft und 1,5 cl Zuckersirup vor.

Das Standardwerk Cocktaillan schlägt 6cl Rum, 3 cl Limettensaft und 2 cl Zuckersirup vor. Doch entscheidend für jeden Sour ist die Spirituosenmarke, die Süsse des Zuckersirups, dem Säuregehalt und last but not least dem persönlichen Geschmack ab. Hemingway liebte den Daiquiri mit der doppelten Menge Rum und ohne Zucker, den sog. „Papa-Doble“.

Geschüttelt wird der Daiquiri in jedem Fall mit Eis in einem Shaker, danach wird der Drink durch einen Strainer, ab und zu noch durch eine Teesieb in einer vorgekühlten Cocktailschale (Coupette) abgeseiht, also ohne Eis im Glas, serviert.

Natürlich gibt es viele Variationen des Daiquiri, so hängt der Geschmack des Drinks sehr stark von dem verwendeten Fruchtmark oder Fruchtsirup ab, so wird der Drink je nach Geschmack mit Fruchtmark von Mango, Melonen, Erdbeeren und Bananen gemixt.

Der Frozen-Daiquiri wird nicht im Shaker geschüttelt sondern mit zerstossenem Eis (crushed Ice) im Mixer zubereitet. Die „Masse“ gefriert fast und hat eine sorbet-ähnliche Konsistenz. Eine andere Variante ist der DaiquiriEl Floridita“ welcher auch unter dem Namen Daiquiri No. 3, Hemingway Daiquiri oder als Hemingway Special bekannt ist. Die letztgenannte Version wird als offizieller Cocktail der IBA geführt, die Zutaten sind 6 cl Rum, je 1,5 cl Maraschino-Likör (anstatt Zuckersirup) und Limettensaft, sowie 4 cl Grapefruitsaft.