Kuba Che Guevara

Kuba Che Guevara de la Serna auf dem T-Shirt

Tribute to Che Guevara

 Kuba Che Guevara - Memorial in Santa ClaraKuba Che Guevara WandmalereiKuba Che Guevara Wandmalerei
Ernesto Rafael "Ché" Guevara de la Serna

Wo entstand die berühmteste Bildikone Ernesto Guevara "Ché" ?

Als am 4. März um 15:10 Uhr 1960 der mit Waffen und Munition vollbeladene belgische Frachter "La Coubre" in Havanna explodierte und dabei unzählige Menschen getötet wurden, fand tags darauf unter einer grossen Anteilnahme von 150'000 Menschen eine Trauerzeremonie für die anwesenden "Anhänger der Revolution" auf dem Friedhof Cristobal Colon statt. Ché war nur kurz anwesend, während der Trauerrede von Fidel Castro schuf Alberto Díaz Gutiérrez dieses Foto "Guerrilliero Heroico" (heldenhaften Widerstandskämpfers).

Kuba Original-Foto von Che (Foto: Alberto Díaz Gutiérrez)
Eines der wohl berühmtesten Fotos einer Person aller Zeiten!
Foto: Alberto Díaz Gutiérrez, genannt Alberto Korda Kuba Unterschrift von Che

Kuba Ernesto Guevara - ein Idol für Generationen
"Ein wahrhafter Internationalist ist derjenige, welcher fähig ist, Beklemmung zu fühlen, wenn ein Mensch in einem anderen Teil der Welt ermordet wird, und der begeistert ist, wenn in irgendeinem Teil der Welt die Fahne der Freiheit aufgepflanzt wird!" (Zitat von Ché)

Wer war Che ?

Kaum jemand kennt Ché Guevara als Ernesto Rafael Guevara de la Serna. Guevara ist und bleibt eine berühmte Legende, er war revolutionärer Marxist, Arzt, Militärtheoretiker, Guerillaführer und Politiker. Bis heute hat Ché nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Ché hiess eigentlich zum Vornamen Ernesto, doch im Ausland bekam er schon bald seinen berühmten und bei seinen Gegnern den berüchtigten Spitznamen Ché. Ernesto war Argentinier, von da kam es zum Namen Ché, denn die Argentinier pflegen beim Reden vor und nach vielen Sätzen das kleine Wörtchen „Ché“ anzufügen, welches sinngemäss soviel wie „He“, „Gell“ und „Ne“ bedeutet. Das Füllwort wird benutzt, um die Aufmerksamkeit des Gegners zu bekommen. Selbst Guevara benutzte dieses Wort sehr häufig auch im Ausland, daher kam Ché zu seinem Spitznahmen. Ernesto Rafael Guevara de la Serna – besser bekannt als Ché Guevara oder einfach nur Ché wurde am 14. Juni 1928 in Rosario, Argentinien geboren. Er entstammt einer gutbürgerlichen Familie, seine Vorfahren waren argentinische Grossbürger. Schon seine Geburt war aussergewöhnlich,

Ché kam auf dem Schiff während eines Zwischenhaltes in Rosario auf die Welt. Nebst Ché hatte die Familie weitere Kinder, Celia, Roberto, Juan Martin und Ana Maria. Bereits im Alter von 2 Jahren erlitt Ché seinen ersten Asthma-Anfall, diese Krankheit sollte ihn bis an sein Lebensende begleiten, dadurch wurde seine Entwicklung und Persönlichkeit geprägt. Seiner Krankheit wegen zog die Familie 1932 in die Stadt Alta Gracia, in dieser Zeit wurde Ché vorerst durch seine Mutter unterrichtet, auch las Ché sehr viel und lernte Schach. Als die Asthma-Schübe seltener wurden, musste auch er die Schule besuchen. Schon bald prägte sein Leben die politische Situation, nach dem Militärputsch von Franco 1936 und des danach ausbrechenden Spanischen Bürgerkriegs. Ihr Haus wurde ab diesem Zeitpunkt ein Treffpunkt spanischer republikanischen Exilanten. 1946 trennten sich seine Eltern, im selben Jahr erlebte er das Sterben seiner Grossmutter hautnah, auch dieses Ereignis hat ihn sein Leben lang geprägt. Auch deswegen hat er sich nach bestandener Abiturprüfung entschieden, in Buenos Aires bei seiner Mutter Medizin zu studieren.

Sein Studium unterbrach Guevara mehrmals, um auf umfangreichen Reisen durch Südamerika und Argentinien kennen zu lernen. Im Oktober 1950 lernte er Carmen Ferreyra, eine Millionärstochter kennen, diese Liebe war nur von kurzer Dauer. Nach dem Staatsexamen 1951 unternahm er zusammen mit einem Freund per Motorrad ausgedehnte Reisen, um den südamerikanischen Kontinent zu bereisen. Auf diesen Reisen hat er sehr viel Elend gesehen, ihm wurde damals bewusst, welche Ausnahme sein Wohlstand darstellt. Nach Abschluss ihrer Reise legte er seine restliche Prüfungen ab, sein berühmtes Tagebuch hat er überarbeitet mit einer Bemerkung……dieses ziellose Streifen durch das riesige Amerika habe in viel stärker geprägt als er zunächst dachte.

Am 11. April schloss er sein Studium mit dem Doktortitel in Medizin und Chirurgie ab. Im Juli 1953 bereiste er mit seinem Jugendfreund Carlos Ferrer mehrere Länder, so u. A. Peru, Panama, Ecuador, Guatemala und Costa Rica. In Costa Rica lernte er auch 2 Kubaner, welche vergeblich versuchten, das verhasste und korrupte Batista-Regime auf Kuba zu stürzen: Calixto Garcia und Severino Rossel. Unter den Überlebenden dieser gescheiterten Aktion waren auch Fidel und Raul Castro.

Nach dem Tod Stalins und das langsame Abbröckeln des Ostblocks begann die Verehrung Guevaras für den sowjetischen Diktator. Dies war wohl der entscheidende Grundstein für das revolutionäre Gedankengut Guevaras. Zitat „ er wolle alles Mögliche unternehmen, bis diese kapitalistischen Kraken vernichtet sind, in Guatemala wolle er sich schleifen und das tun, was er tun muss…“

1953 traf Guevara in Guatemala ein, hier lernte er seine spätere Frau, die Peruanerin Hilda Gadea kennen, welche ein Mitglied der Alianza Revolucionaria Americana war. Sie war es auch, welche für Guevara Kontakte zu Mitgliedern der linken Regierung Arbenz. Hier traf er auch einen weiteren Überlebenden des gescheiterten Putsches auf Kuba kennen: Nico Lopéz. Durch ihn lernte er später Fidel Castro kennen. In Guatemala wurde Guevara auch zum ersten Mal Ché genannt !

Während seines Aufenthaltes in Guatemala wurde gegen den Präsidenten Jacobo Arbenz Guzman geputscht.

Söldner unterstützt durch die USA schützten danach die US-Firma United Fruit Company aus Angst vor einer kommunistischen Machtergreifung und setzten Castillo Armas ein, welcher als erstes die Landreform rückgängig machte.

Hier erlebe Ché auch die amerikanischen Bomber-Angriffe auf Guatemala Stadt. Viele seiner Freunde, darunter auch Hilda Gadea wurden verhaftet, nicht so aber Ché, welcher in die argentinische Botschaft floh. Die Hilfe lehnte er jedoch ab, die ihm gewährt worden wäre, per Luftweg nach Argentinien zu fliehen. Nach 2 Monaten des Wartens wurde ihm ein Visum für Mexiko gewährt, wo er zusammen mit Julio Roberto Caceres am 21. September 1954 auch einreiste. Nach der Freilassung von Hilda Gadea heirateten sie am 18. August 1955, am 15. Februar kam ihr erstes Kind zur Welt, Hilda Beatriz.

1955 wurde Peron in Argentinien gestürzt, es bestand Aussicht auf eine Revolution. Ricardo Rojo wollte nach Buenos Aires aufbrechen, er wollte, dass ihn Ché begleiten sollte, doch dieser hatte andere Pläne. Gegen Ende 1954 hatte Ché weitere im Exil lebende Kubaner in Mexiko Stadt kennengelernt, die beim gescheiterten Putschversuch 1953 mitgewirkt hatten. Der wohl entscheidende Moment in Chés Leben war, als er 1955 Fidel Castro kennen lernte. Fidel war als Anführer des Angriffs der Rebellen auf die Moncada Kaserne gescheitert, nach seiner Haftentlassung ging danach ins Exil nach Mexiko. Fidel bereitete dort Exil-Kubaner für eine Invasion auf Kuba vor, um das Batista-Regime endgültig zu entmachten. Ché schloss sich als Expeditionsarzt der Gruppe an, im Jahre 1956 wurde Guevaras seine Teilnahme konkreter, als die Rebellen eine militärische Ausbildung erhielten.

Das Trainingslager flog jedoch auf, die Rebellen landeten für kurze Zeit im Gefängnis. Ché Guevara kam erst nach 2 Monaten frei mit der Auflage, das Land unverzüglich zu verlassen. Ché ignorierte dies und tauchte bei Freunden unter. Nun wurde die Zeit knapp, um die Invasion auf Kuba zu starten, denn es bestand die Gefahr, dass diese Aktion verraten werden könnte. Castro wollte schnell losfahren, er kaufte die Motorjacht Granma, welche heute in Havanna besichtigt werden kann. Am 23. November 1965 trafen sich insgesamt 86 Rebellen in Tuxpan, nach 2 Tagen fuhren sie Richtung Kuba los, am 2. Dezember 1965 kamen sie dann auf Kuba an.
 

Die Kubanische Revolution

Nach der Landung der Granma wurden schon nach dem ersten Gefecht die Mehrzahl der Rebellen getötet oder gerieten in Gefangenschaft. Celia Sanchez und Frank Pais unterhielten auf Kuba eine 2. Front, sie waren es auch, welche die kubanischen Rebellen mit Waffen, Nahrung und Medikamenten unterstützten. Ché war nicht mehr länger nur Arzt, er wurde schlussendlich ein aktiver Kämpfer, dadurch stieg sein Ansehen, denn seine Pläne und Taktik waren gefragt. Gegen Deserteuren griff er hart durch, selbst durch seine Hände fanden Einige den Tod! Nach dem Comandante en Jefe Fidel Castro wurde Ché am 12.Juli 1957 in den Rang des Comandante der Rebellenarmee M-26-7 erhoben, darüber hinaus wurde ihm die Führung der 2. Kolonne anvertraut. Seine wohl grösste militärische Aktion war die Einnahme von Santa Clara am 29.Dezember 1958 nach mehr als zweijährigem Kampf gegen die zahlenmässig weit überlegene aber veraltete und unmotivierte Batista-Armee, welche durch die verhassten USA unterstützt wurde.

Am 1. Januar flüchtete Fulgencio Batista aus Kuba, Castros Gruppe übernahm die Kontrolle, nach gut einem Monat wurde Ché zum „geborenen Staatsbürger“ ernannt. Unter der Federführung von Guevara wurden die kubanischen Unternehmen sowie die unter US-Führung stehenden Beteiligungen verstaatlicht. Rund 10% der kubanischen Bevölkerung, darunter fast die gesamte Elite machte von einem grosszügigen Immigrationsrecht Gebrauch und wanderten in die USA aus. Jetzt warten diese Exilkubaner vor allem in Florida darauf, dass das Castro-Regime bald einmal abtreten wird um wieder nach Kuba einreisen zu können. Neben zahlreichen politischen Aktivitäten führten die Exilkubaner verdeckte und auch offene militärische Operationen gegen Kuba aus. Die Invasion in der Schweinebucht (Playa Giron) im Jahre 1961 unter Kennedy wurde zu einem riesigen Desaster. 1500 schlecht organisierte Exilkubaner landeten in dieser Bucht, wo sie von der heldenhaft kämpfenden Armee unter Fidel Castro in nur 72 Stunden vernichtend geschlagen wurden.

Ab 1963 wurde die Diskussionen zwischen Fidel und Ché immer kontroverser geführt, da Ché eine totale Planwirtschaft einführen wollte, d.h. eine vollständige Verstaatlichung der kubanischen Wirtschaft. Doch fehlende Fachkenntnisse in Wirtschaftsfragen wurden immer deutlicher. Ché verlangte total Aufopferungsbereitschaft auf allen Ebenen, so erstaunt es nicht, das Ché immer wieder freiwillige Arbeitseinsätze absolvierte. Im Sommer 1960 besucht Ché China, gegen Ende des Jahre die Tschechoslowakei, Nordkorea, die DDR und Ungarn, mit diesen Ländern schloss Ché Handelsverträge ab. In dieser schwierigen Zeit lehnte sich Kuba immer mehr an die Sowjetunion an, dies gipfelte in der Kuba-Krise 1962, als die Sowjetunion begann, Atomwaffen auf Kuba zu stationieren. Nur knapp entging die Welt einem 3. Weltkrieg, das Einlenken der Sowjetunion enttäuschte Che aufs Tiefste. Trotz allem hielt Ché am 11. Dezember 1964 eine aufsehenerregende Rede vor der Vereinten Nation. Aus seiner Sicht beschrieb er die damalige Aussenpolitik der USA und äusserte sich zur Frage zur atomaren Bewaffnung der Nato-Länder.

Eine weitere Reise führte Guevara 1964 als Leiter der kubanischen UN-Delegation nach New York. In einer bekannten Rede bekannte er sich zur revolutionären Gewalt als Mittel in der internationalen Politik, er forderte sogar viele Länder auf, die kubanische Revolution zu übernehmen. Nach New York besuchte er erneut einige asiatische Länder ein zweites Mal. Nach Chés Rückkehr nach Kuba spitzten sich die Differenzen weiter zu. Er verliess Kuba darauf verkleidet als Geschäftsmann und ging in den Kongo. Dort hoffte Guevara, seine Ideologien um zu setzten, doch sein Vorhaben misslang gründlich.

Danach war eigentlich Peru sein nächstes Ziel, doch gingen einige Comandantes Ché Guevara und Juan Vitalio Acuna Nunez und deren bewaffnete kubanische Kämpfer, darunter auch die Ostdeutsche Tamara Bunke nach Bolivien.

Ché selber führte unter falschem Namen die ELN (Nationale Befreiungsarmee), er wollte seine Erfahrungen in Bolivien einsetzen. Auf die Unterstützung durch die Landbevölkerung blieb weitgehend aus, es schlossen sich nur Bauern den Kämpfern an, welche vorwiegend Quechua sprachen. Bereits im August 1967 wurden diese Kämpfer fast gänzlich aufgerieben, sie befanden sich fast ausschliesslich immer in der Defensive. Bald schon wurde die Gruppe in zwei Teile aufgespalten, welche nicht mehr untereinander kommunizieren konnten. Bestehend aus nur noch 14 Rebellen wurde Ché bei einem Gefecht mit der bolivianischen Armee bei La Higuera verwundet und zusammen mit Simeon Cuba Sarabia gefangen genommen. Zuvor war Tamara Bunke am 31. August vom Militär erschossen worden. Im dörflichen Schulhaus wurde Ché regelrecht den Medien vorgeführt.

Dies waren die letzten Worte Ché's !

"Schiess doch, Feigling, du wirst bloss einen Mann töten!" 

Am 9. Oktober 1967 um 13:10 Uhr wurde Ché vor Ort von Mario Teran kurzerhand hingerichtet. Kurz bevor sein Leichnam in Vallegrande verscharrt wurde, sind ihm seine Hände abgehackt und nach Argentinien geschickt worden. Hier wurde anhand der Gliedmassen die Identität Che's bestätigt. 

Später wurden seine Hände Kuba überlassen, seine Gebeine und die der meisten seiner Kämpfer wurden erst 1997 nach Kuba überführt, darunter auch die von Tamara Bunke. Die Gebeine wurden erst entdeckt, als ein bolivianischer Offizier sein Grab verraten hatte. In einem Staatsbegräbnis wurden er und seine Mitstreiter in einem eigens gebauten Che-Memorial in Santa Clara beigesetzt.  Heute ist Santa Clara wohl die wichtigste Stätte der legendären Revolution auf Kuba, hatten doch Kämpfer unter Führung von Ché einen schwer bewaffneten Panzerzug voller Waffen der Batista-Armee überfallen. Seit dem Begräbnis wird jeden Tag vor der Gruft von Ché und seinen Revolutionären eine frische Blume hingestellt. So endete die Geschichte eines Revolutionärs und auch Visionärs, doch seine Mahnmale und Monumente sowie der berühmte Spruch „Hasta la Victoria siempre“ leben weiter in vielen Herzen dieser Welt! Ché war Familienmensch, Mediziner, Rebell aber auch ein skrupelloser Comandante. Die Geschichte schweigt – es sind auch nur Vermutungen…viele der noch lebenden Zeitzeugen dieser Zeit reden ganz offen über die Geschehnisse. Hat Fidel mit dem Verrat an Ché und Camilo Cienfuegos etwas zu tun? Wurde Ché in Bolivien verraten, ebenso Camilo während einem Flug über offenem Meer, als er unter mysteriösen Umständen ums Leben kam? 

Mit Alberto Granado, seinem besten Freund war Ché  in den Jahren 1951 und 1952 mit einem Motorrad durch einige südamerikanische Länder gereist. Unterwegs trennten sich die Wege der Beiden und es sollten 8 Jahre vergehen, bis sich die beiden wieder sehen werden.

Alberto Granado starb am 5.März 2011 in Havanna.
 
Kuba Che-Tagebuch kubanische Revolution
Ché Guevaras Tagebuch während seiner Südamerika-Reise

Ché war ein Visionär und Kämpfer zugleich, in Kuba wollte er die Massen mobilisieren, um alles und jeden ganz in den Dienst des Kommunismus unterzuordnen, doch Fidel hatte andere Ideen und Vorstellungen. Enttäuscht wandte sich Ché ab von Kuba und versuchte im Kongo eine Revolution im Stil der kubanischen Revolution durchzuführen, doch diese scheiterte sehr bald. Ché entschloss sich, nochmals nach Kuba zurückzukehren, dies tat er denn auch, er verabschiedete sich von seinen Freunden und auch von seiner Familie. Es war ein Abschied für immer, denn er machte sich auf, unter falschem Namen seine Visionen in Bolivien umzusetzen, doch wie sich schon bald herausstellte, war Bolivien ein falsches Ziel. Er bekam keine Unterstützung durch die Landbevölkerung, niemand wollte sich Ché und seinen wenigen Freunden anschliessen, denn das maus-arme Bolivien wollte schlicht weg keinen Bürgerkrieg im Land. Kommt dazu, dass die damalige Regierung eine Landreform unternahm, um die Rechte der Bauern zu verstärken, indem es ihnen möglich war, ihren eigenen Grund und Boden zu bearbeiten.

Mit Unterstützung durch die CIA unternahm das Militär in Bolivien alles, um Ché unter allen Umständen zu fassen, so wurde die Bemühungen durch die USA mit Waffen und vor Allem mit Geld unterstützt, zudem wurde ein für die damalige Zeit eine hohe Belohnung auf Ché ausgesetzt. Der kleinen Gruppe um Ché ging es schon bald nicht mehr um den Guerilla-Krieg, sondern schlicht um das nackte Überleben im bolivianischen Busch.

In dieser Zeit schrieb Ché, dass er alle seine Ämter und den militärischen Kampf abbrechen werde, dies war sein eigentlicher Abschiedsbrief!

In La Higuera wurde er schliesslich gefasst, einige wenige seiner Mitstreiter gelang die Flucht.

Am folgenden Tag wurde Ché in La Higuera erschossen, seine Leiche wurde unter der Landebahn in Vallegrande verscharrt. Ché war zu seiner Lebenszeit eine Legende geworden, die Angst war für die USA gross, dass ein lebender Ché einen Flächenbrand unter den vielen kommunistisch orientierten Studenten in den Ländern Lateinamerikas entfachen könnte. Dies war wohl der Grund, dass Ché kurzerhand umgebracht wurde.

Nach nur 11 Monaten in Bolivien endete die Geschichte um Ernesto "Ché" Guevara!
 Che Guevara de la Serna kubanische Revolution
Ché's letztes Foto kurz vor dem Erschiessen in La Higuera
 

Hasta la Victoria siempre

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Bolivien Che Guevara La Higuera und Vallegrande

Die letzten Tage von Ché in Bolivien - La Higuera

In La Higuera wurde der argentinisch-kubanische Revolutionär und Guerilla-Kämpfer Ernesto Rafael Guevara de la Serna, bekannt auch unter "Ché" Guevara in La Higuera am 9. Oktober 1967 vom US-Geheimdienst CIA und der Armee aus Bolivien kaltblütig erschossen. Ché führte damals eine sehr kleine internationale und nationalistische Gruppe von Guerilleros, die unter dem Namen ELN in Bolivien aufgebaut werden sollte und auch von Kuba unterstützt wurde. Doch bevor aber eine schlagkräftige Gruppe aufgebaut werden konnte wurde sie bereits entdeckt. So geschehen kämpfte in diversen Scharmützeln diese Guerilla-Armee gegen die bolivianische Armee, die natürlich von der CIA unterstützt wurde. Bereits sehr früh wurde die ganze Gruppe der kubanischen Guerilleros in 2 Gruppen getrennt. Ché Guevara war als Führer einer Gruppe bekannt geworden, welche auf der Suche  der zweiten Gruppe unterwegs war und dabei  in den östlichen Anden-Abhänge herumirrte und so irgendwie die 2. Gruppe zu finden hoffte. Dabei legte sie Hinterhalte gegen die Armee aus, doch alles nützte nichts: ein Kontakt zwischen den 2 Gruppen konnte nicht mehr hergestellt werden. So langsam aber stetig Mitte des Jahres 1967 wurde das Rückzug-Gebiet für die Kubaner immer enger. Bereits im August 1967 wurde die 2. Gruppe aufgerieben. Es hatte zur Folge, dass der Anführer Juan Vitalo Acuna Nunes als auch die Deutsch-Argentinierin Tamara Bunke, bekannt unter dem Namen Tania la Guerillera in einen der feindlichen Hinterhalte bei Vado de Puerto Mauricio gerieten.

Die Gruppe von Ché Guevara bestand an ihrem Ende noch aus 14 Kämpfern. Bereits am 8. Oktober 1967 wurde sie bei Higuera in einer Schlucht, der Quebrada del Yuro von Regierungstruppe aufgespürt. Als heftige Kämpfe ausbrachen wurde der verwunde Guevara gefasst und ins Schulgebäude von La Higuera verlegt, da, wo er von CIA-Agenten verhört wurde. Schon nach einem Tag wurde ohne jegliche Gerichtsverhandlung Ché Guevara kaltblütig erschossen. Die letzten Fotos von ihm zeigten Guevara mit halbgeöffneten Augen auf einem kahlen Tisch liegen. Nach Augenzeugen wurde er schon fast als liegenden Jesus bezeichnet. Da die Leiche spurlos beseitigt werden sollte, wurde sie nach Vallegrande gebracht, um dort heimlich auf dem Flugplatz begraben zu werden. Heute erinnert in La Higuera ein Denkmal im Format einer grossen Büste an Ernesto Ché Guevara de la Serna, dies in dem Schulhaus, wo er sein Ende gefunden hatte.

 
Ché's vielbeachtete Rede vor der UNO-Vollversammlung am 11. Dez. 1964
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