Kuba Reisebericht Mietwagen

Kuba Reisebericht

Rückblick auf unsere letzte Mietwagenrundreise

Ein Kuba Reisebericht

Mit dem Mietfahrzeug kreuz und quer durch Kuba - ein lebendes Museum in der Karibik.
Gut gelaunt aber ziemlich müde hatten wir die Hauptstadt La Habana in der Nacht erreicht. Früh am nächsten Morgen hiess aus den Federn, ein reichhaltiges Frühstück und unser Mietwagen warteten auf uns. Wir alle waren gespannt, was uns alles in diesem Land erwarten würde. Kaum hatten wir das Hotel verlassen, fühlten wir uns 50-60 Jahre zurückversetzt…alte Autos, marode Gebäude überall, Pferdekutschen, Velotaxis wie in Asien…ich kann diesen Moment nur so beschreiben….La Habana ist ein lebendes Museum ! Es war und ist irgendwie immer noch kaum fassbar, was wir zu sehen bekamen…eine total andere Welt tat sich vor uns auf. Dies sollte sich während der ganzen Tour nicht änder, die Eindrücke stürzten auf uns alle ein wie ein nimmer versiegender Wasserfall. Nicht zu vergessen diese offenen und liebenswerten Menschen, die absoluten Weltmeister im improvisieren!

Wie kann es sein, dass trotz der Blockade (inzwischen aufgehoben) noch so viele altersschwache Autos herumfahren wo es doch kaum mehr Ersatzteile gibt? Dies wird wohl ein Geheimnis der Kubaner bleiben! Ebenso beeindrucken war die Sauberkeit dieser Stadt, vor allem die Altstadt war schon fast steril sauber!Die erste Etappe führte uns an die Playa del Este. Nachdem wir uns am Strand vergnügten, machten wir uns danach bereit, die ersten paar Kilometer zu fahren, während wir dann ins legendäre Restaurant in Cojimar fuhren, wo sich einst Ernest Hemingway und Fidel trafen.
Gegen Abend zeigte unser lokaler Guide die Altstadt von La Habana. Den Abend liessen wir bei einem Apéro auf einer Terrasse hoch über der Altstadt ausklingen.Hasta La Victoria siempre – auf ein Sieg für immer! Dieser Satz ist so legendär wie die auf Ewigkeit glorifizierte Person:

Ernesto Ché Guevara. Ché ist und bleibt DIE Person der Kubaner, weit hinter sich lassend Fidel oder gar Raul.
Wie kein Anderer vor ihm und nach ihm hat dieser Held die Geschichte Kubas für immer geprägt. Unzählige Monumente, Museen und Gedenkstätte sowie Parolen prägen das Leben der Kubaner noch heute lebt dieser Rebell in den Köpfen der Kubaner weiter, wohl so lange es Kuba geben wird.

Kuba Reisebericht und die Tour mit seinen Stationen!

Vieles wurde und wird über Kuba geschrieben und erzählt. Dies war der Auslöser, um Kuba auf eine andere Art zu bereisen. Unsere Stationen waren Playa del Este (La Habana) - Cojimar - El Soroa - San Diego - Vinales - Pan Azucar - Vinales - Palma de Rubia - Cayo Levisa - Cabana - La Habana - Las Brujas - Remedios - Santa Clara - Trinidad - Torre de Iznaga - Playa Ancon - Playa Larga - Cienfuegos .

Die erste Etappe führte uns an die Play del Este. Während wir uns zuerst am Strand vergnügten, machten wir uns dann startklar, die ersten paar Kilometer führten uns dann ins legendäre Restaurant in Cojimar, wo sich einst Ernest Hemingway und Fidel trafen.
Gegen Abend zeigte unser lokaler Guide die Altstadt von La Habana. Den Abend liessen wir bei einem Apéro auf einer Terrasse hoch über der Altstadt ausklingen.
Am nächsten Tag führte uns der Weg in die Hügel nach El Soroa, ein kleiner Vorgeschmack dessen, was uns noch so alles erwarten würde!

Von Soroa nach Vinales über San Diego führte uns die Strasse durch schöne und abwechslungsreiche Landschaften, geprägt von Tabak-und Gemüsefelder. Am Schluss erwartete uns der wohl wichtigste Platz in Kuba: die Gedenkstätte und das Museum, welche Ché gewidmet sind. Sein Gebeine und die einige seiner Getreuen sind im Memorial in Santa Clara beigesetzt, wo Ché’s Rebellenarmee am 29.Dezember 1958 nach 2 Jahren Krieg das verhasste Batista-Regime vernichtend geschlagen hatte.
Die nächste Etappe führte uns weit in die Welt der Bauern hinein, an einem schönen und sauberen Bächlein konnten wir unseren Hunger mit einem über offenem Feuer gegrillten Schwein mit Beilagen geniessen, eine wohltuende Abwechslung zum Essen in den gekühlten Hotelanlagen.

Monumentales Ché - Denkmal mitten in La Habana

In der Nacht beleuchtetes Denkmal, davor ein grosser leerer Platz, für Fahrzeuge jeder Art betreten verboten. Mit Argusaugen überwachen Polizisten diesen heiligen Ort, wenn nötig schreiten sie energisch ein....mit einer Trillerpfeife !

Cayo Levisa - ein Traum wurde wahr

Am nächsten Tag bestiegen wir mit unserem Mietwagen die Fähre hinüber auf Cayo Levisa, eine traumhafte Insel mit glasklarem Wasser. Den ganzen Tag verbrachten wir mit Baden und Schnorcheln, denn am nächsten Tag führte uns die Reise wieder zurück nach La Habana, am darauf folgenden Tag stand ein besonderer Leckerbissen auf dem Programm: die Überfahrt auf einem 50 km langen Damm nach Las Brujas. Die Rückfahrt führte uns dann wieder zurück über den Damm nach Remedios und Santa Clara.
Die nächste Etappe war dann die Königs-oder Bergetappe. Auf rund 100km führte uns die Strasse hinauf in die Berge, dabei waren 2 rund 20%-ige längere Steigungen zu bewältigen, notabene bei rund 35 Grad im Schatten. Etwas müde erreichten wir die sehr schöne Stadt Trinidad.

Am nächsten Tag der Rundreise haben wir mit einem der noch wenigen Dampfzüge eine Ausfahrt in ein schönes Seitental genossen. Am Ende der Fahrt stand ein Besuch des Torre de Iznaga auf dem Plan, ein geschichtsträchtiger Ort, denn hier schrieb die kubanische Geschichte ein schwarzes Kapitel: Sklavenarbeit unter schlimmsten Verhältnissen!

Am folgenden Tag stand der Besuch der Schweinebucht auf dem Programm, jener Ort, wo der Widerstand der Kubaner Geschichte geschrieben hat: die Demütigung der Invasoren unter CIA-Führung. In nur 3 Tagen (17.-19.April 1961) wurden über 1000 Gegner gefangen genommen, eine totale Schmach für die Grossmacht USA!

Die zweitletzte Etappe von Trinidad nach Cienfuegos (100 Feuer) blieb uns der Landschaft wegen in Erinnerung, den nächsten Halt machten wir im Botanischen Garten. Mit einer Führerin liessen wir uns über die Pflanzenwelt belehren.
Unsere Schlussetappe mussten wir nach rund 5 Kilometer wegen eines Naturspektakels kurz abbrechen: auf mehreren Kilometer der Küste entlang überquerten hundertausende Landkrabben die Strasse, um an der Küste ihre Eier dem Meer zu übergeben, der Asphalt verschwand buchstäblich unter den Krabben-Massen! Früher als geplant brachten wir uns  dann wohlbehalten nach La Habana zurück. Glücklich, zufrieden und wohlbehalten beendeten wir diese Tour mit einem schmackhaften Diner, bevor am nächsten Tag wir zum Flughafen aufbrachten, um Kuba mit seinen Erlebnissen zu verlassen. Der Kuba Reisebericht soll es zeigen, wie schön eine Tour in Kuba sein kann!

Mojito, Daiquiri, Cuba Libre, Piña Colada und Co. warten schon auf mein nächstes Mal!